Corona: Aktuelle Informationen

Das Informationsbedürfnis zu Corona, sowohl in gesundheitlicher als auch in politischer, unternehmerischer, auch unmittelbar finanzieller Sicht ist enorm, die Vielzahl an verfügbaren Informationen ebenso, wenn auch nicht immer in hinreichender Qualität oder mit der nötigen Seriosität.

Bitte achten Sie genau darauf, woher Sie Ihre Informationen beziehen bzw. welche Informationen Sie teilen. Gerne verweisen wir nachfolgend auf ein paar Quellen, die aus unserer Sicht verlässlich und verantwortungsvoll informieren, sowohl aus Bürger- als auch aus Wirtschaftssicht.

Dies gilt insbesondere für das Übersichtsangebot der Landesregierung, die ihrerseits auf vielfältige Informationsangebote verweist, sei es zu aktuellen politischen Beschlüssen, zur gesundheitlichen Lage, zu den Auswirkungen auf die Wirtschaft und zu vielem anderem.

Insbesondere seien hier das Robert-Koch-Institut, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das Bundeswirtschaftsministerium sowie das Bundesgesundheitsministerium genannt. Die jüngste Anpassung der Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen finden Sie hier.

Gern verweisen wir zudem auf das Dossier unserer Kollegen von der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände, die ihre zu Corona erarbeiteten Hinweise, untergliedert in Hygieneregeln, eine Checkliste, Kurzarbeit und weitere Informationen, vorübergehend auch Nichtmitgliedern zur Verfügung stellt.

Für Unternehmen, die die Auswirkungen der Krise bereits jetzt ganz unmittelbar zu spüren bekommen und die sich insbesondere über liquiditätsunterstützende Maßnahmen informieren wollen, sind die Angebote der L-Bank und der Bürgschaftsbank von Interesse. Der LVI hatte sich in den letzten Tagen seinerseits intensiv für die Ausweitung der Fördermöglichkeiten durch Bürgschaftsbank und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft eingesetzt.

Für viele kleinere Unternehmen ist – leider, angesichts der jüngsten Entwicklungen – das Förderprogramm „Soforthilfe Corona“ des Wirtschaftsministeriums von besonderer Relevanz, für das seit dem 25. März Anträge gestellt werden können. Die Antragstellung erfolgt zentral über bw-soforthilfe.de, die Abwicklung liegt bei den Kollegen der Kammern. Der LVI hat die Soforthilfe begrüßt und gemeinsam mit Arbeitgeber BW unterstrichen, dass auch größere Unternehmen der Unterstützung bedürfen. Eine Übersicht zu den Unterstützungsangeboten und Ansprechpartnern aller Art für Unternehmen hat das Wirtschaftsministerium in einem Merkblatt zusammengefasst.

Auf Bundesebene wurden ebenfalls Soforthilfen für kleine Unternehmen beschlossen, Details zur Antragstellung sollen rasch folgen.

Vielfältige Informationen und Unterstützung zum Thema Kurzarbeit bieten die Agenturen für Arbeit an. Dort gibt es Informationen über die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld (KUG) und Videoanleitungen sowie einen eigenen Bereich für KUG im Zusammenhang mit dem Corona-Virus veröffentlicht, der laufend aktualisiert wird.

In diesem Kontext ist sicherlich auch die Übersicht des „Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus“ ebenso von Interesse wie einige Überlegungen des BDI vom 11. März: „Wirtschaftliche Folgen des Coronavirus und mögliche Maßnahmen„.

Von unserem Mitglied, der Süddeutschen Krankenversicherung a.G., haben wir eine Handreichung zum Corona-Management in Unternehmen erhalten, die Sie unter dem Link ebenfalls abrufen können. Auch der Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden (wvib), ebenfalls LVI-Mitglied, hat einige Whitepapers zu Corona zum Download zur Verfügung gestellt.

Bezüglich der besonderen Situation in den Grenzgebieten zu Frankreich und zur Schweiz ist der Grenzübertritt für Pendler erleichtert worden. Damit sie die Grenze einfacher passieren können, wird ihnen eine Bescheinigung für den Grenzübertritt zur Verfügung gestellt. Die Landesregierung erklärt den Ablauf und stellt das nun auch bürokratisch noch einmal vereinfachte Formular zur Verfügung.

Insbesondere nachdem die Region Grand Est vom Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt wurde, wird zudem die Möglichkeit einer Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld noch virulenter werden. Hierzu sei auf die Seiten der Bundesagentur für Arbeit sowie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales verwiesen. Darüber hinaus sind Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise geplant, die rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft treten sollen. Diese beinhalten folgende Regelungen:

  • Es reicht, wenn 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind, damit ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen kann. Sonst muss mindestens ein Drittel der Beschäftigten betroffen sein.
  • Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit vollständig erstattet.
  • Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Selbstverständlich informieren wir Sie weiterhin über aktuelle Entwicklungen und Informationen bezüglich des Coronavirus.